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Sarah Merten
Veranstaltungsmanagement
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So geht Zukunft:
Das Zukunftsforum in Zeiten von Corona


Es ist ein ungewöhnliches Jahr, und deshalb müssen sich auch traditionelle Veranstaltungen neu erfinden. Was im Falle des Zukunftsforums heißt, dass es virtuell wird. Statt in Kassel trifft sich die Energiebranche nun online, um sich über die neuesten Entwicklungen in der Energiewende und beim Klimaschutz zu informieren. Der Ort ist eine virtuelle Messehalle, durch die man vom 15. bis 20. November streifen kann. Wir unterhielten uns darüber mit Dr. Sabine Säck-da Silva, Geschäftsführerin von deENet, und Dr. Karsten McGovern, Geschäftsführer der LEA. deENet und LEA organisieren in diesem Jahr zum ersten Mal gemeinsam das Zukunftsforum Energie & Klima. Ein Gespräch über die Vorteile des neuen, virtuellen Veranstaltungsformats.

Ein Blick in die Glaskugel: Wie sieht die Zukunft aus?

Säck-da Silva: Eine Glaskugel gaukelt einem zu oft etwas vor – das Bild, das sich darin abzeichnet, ist meist verzerrt. Die Energiewende läuft, aber die Frage ist nach wie vor: Wie schnell schaffen wir die Transformation? Der Zeitdruck wird durch die spürbaren Folgen des Klimawandels größer.

McGovern: Ich sehe in der Zukunft, dass in Hessen eine ganze Menge an Maßnahmen in den Bereichen Energieeffizienz und Erneuerbare Energien dazu gekommen sind. Diese gehen maßgeblich darauf zurück, dass sich die Menschen, die das angestoßen hatten, im Herbst 2020 auf dem Zukunftsforum getroffen haben.

Wo Sie es ansprechen: Was genau ist überhaupt das Zukunftsforum?

Säck-da Silva: Das Zukunftsforum ist bundesweit eine der größten Fachveranstaltungen für Akteure und Interessierte der dezentralen Energiewende, die seit vielen Jahren als Präsenzveranstaltung in Kassel stattfindet. Die Corona-Pandemie sorgt in diesem Jahr für besondere Herausforderungen. Deshalb wird das Zukunftsforum vom 15. bis 20. November 2020 virtuell stattfinden.

Dr. Sabine Säck-da Silva, Geschäftsführerin von deENet

Was ja auch Vorteile hat.

Säck-da Silva: Es bietet viele Chancen: Die Teilnehmenden sparen sich die lange Anreise, und es können mehr und andere Menschen als die üblichen Verdächtigen erreicht werden. Die Teilnahme am Zukunftsforum ist in diesem Jahr für alle Teilnehmenden kostenfrei, so dass jeder Interessierte die Chance hat, dabei zu sein.  Wir haben mehr Zeit – eine ganze Woche. So läuft nicht so viel parallel, und man kann entspannt viel mehr Foren miterleben. Die Überschrift Energie & Klima lässt ein großes Potpourri an Fachbeiträgen zu – und diese Vielfalt wird auch geboten.

McGovern: Das Zukunftsforum bietet eine Plattform für all diejenigen, die sich in Hessen und darüber hinaus mit den Themen Energiewende und Klimaschutz auseinandersetzen. So können diese Menschen sich begegnen. Gleichzeitig geht es auch darum, diesen Interessierten Inhalte zu bieten, die den Weg in die Zukunft zeigen.

Dr. Karsten McGovern, Geschäftsführer der LandesEnergieAgentur Hessen

Haben Sie Highlights, die Sie herauspicken können?

McGovern: Wir haben zum Beispiel das Thema, wie man in Zukunft Hausbesitzerinnen und Hausbesitzer dazu bringen kann, ihr Haus zu sanieren.  Ein wichtiges Thema! Wenn es um Energiewende geht, geht es auch bei der Energieeffizienz um eine Milliarde Euro im Jahr Umsatz in Hessen, die es zu verdienen gilt. Daran sieht man, dass es sich lohnt, sich mit dem Thema Häusersanierung zu beschäftigen. Oder das Thema Wasserstoff: Auch dies wird eine relevante Rolle spielen, weil es dabei um die Frage geht, wie das, was auf nationaler und europäischer Ebene unternommen wird, auch auf der hessischen Ebene realisiert werden kann. Und nehmen Sie als dritten Punkt: Wie gehen wir damit um, dass die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland durch die Corona-Pandemie problematisch ist – und was heißt das für die Energiewende und den Klimaschutz?

Zurück zum Thema, dass das Zukunftsforum dieses Jahr online stattfindet. Die LandesEnergieAgentur Hessen hat in diesem Jahr gute Erfahrungen mit Onlineseminaren gesammelt. Wie schätzen Sie das ein: eine ganze Fachmesse virtuell im Internet?

McGovern: Unsere Erfahrungen, was Onlineseminare anbelangt, waren überwiegend positiv. Natürlich ist das eine Umstellung für all diejenigen, die das noch nicht so oft gemacht haben. Man muss sich daran gewöhnen. Mir persönlich fällt es schwer, auf einen Bildschirm einzureden und nur zu erahnen, dass da Zuschauer sind, trotz Videokonferenz. Das ist bei einem Vortrag nicht so schön, als wenn man direkte Reaktionen sieht. Aber man kann sich daran gewöhnen. Es ist ja auch nicht so, dass wir die Ersten wären, die solch eine virtuelle Veranstaltung machen. Es gibt Millionen Menschen auf der ganzen Welt, die an solchen Messen im Internet teilgenommen haben.

Es wird nicht nur Vorträge geben – die Teilnehmenden können eine virtuelle Messehalle besuchen.

Säck-da Silva: Der virtuelle Konferenzraum ist so realistisch gestaltet wie möglich. Wenn man durch diese virtuelle Welt geht, ist das sehr beeindruckend: Man befindet sich tatsächlich in einer Messehalle mit verschiedenen Ständen, die ich als Teilnehmender besuchen kann. Und dort erhalte ich verschiedene Informationsangebote. Das können kleine Filme sein oder Präsentationen, und es wird die Möglichkeit geben, direkt Fragen am virtuellen Stand von den Fachleuten beantwortet zu bekommen – so, wie auf einer echten Messe.

McGovern: Übrigens ist diese Messe auch länger verfügbar über die Zeit vom 15. bis 20. November hinaus, in der das Zukunftsforum stattfindet. Die Teilnehmenden können auch noch ein halbes Jahr lang darauf zugreifen. Das bietet eine große Chance für Aussteller, in Kontakt zu kommen mit alldenjenigen in Deutschland, die auch an entscheidender Stelle dabei sind, Projekte im Bereich der Erneuerbaren Energien, der Energieeffizienz, des Klimaschutzes umzusetzen.

Säck-da-Silva: Im Übrigen wird nicht nur die virtuelle Messe ein halbes Jahr lang zur Verfügung stehen, sondern alle Fachforen mit den Beiträgen als Video, einschließlich der Diskussionen.

Und Socializing und Treffen sind auch möglich – wie auf einer echten Messe?

Säck-da Silva: Geschäftspartnerinnen und Geschäftspartner können sich austauschen. Und auch die Aussteller haben die Möglichkeit, sehr gezielt ihre Informationen an die Interessierten zu bringen. Man kann dort jemanden finden, dem man seine Fragen stellen kann – was bietet dessen Unternehmen, dessen Organisation oder Verband? In vielen Foren sind Interaktionen und direkter Austausch mit den Teilnehmenden an den Bildschirmen geplant. Verzichten müssen wir leider auf das direkte Gespräch bei Kaffee und Kuchen und das gemeinsame Tanzen beim Abendempfang. Nicht alles ist online zu ersetzen, erfreulicherweise. Aber es wird eine Nach-Corona-Zeit und ein persönliches Wiedersehen geben.

McGovern: Die Begegnung ist möglich – das wird auch in den Onlineformaten so sein. Wir schaffen Begegnungsräume. Am Ende werden die Teilnehmenden sagen: Das war ja fast wie auf einer richtigen Veranstaltung!

 

Erste Einblicke in die virtuelle Kongresswelt
Plaza mit Library im Hintergrund
Vortrags-/ Workshopraum
Innenansicht Vortrags-/ Workshopraum

Wer wird alles vertreten sein?

Säck-da Silva: Bisher konnten wir immer auf die großen Player und namhaften Unternehmen aus der Region, auf Energieversorger, auf Unternehmen unter anderem aus der Effizienztechnik-, Wind- und Solarbranche als Aussteller zählen. Wir gehen davon aus, dass sie den Schritt in die virtuelle Ausstellung mit uns gehen.  Das Zukunftsforum ist aber genauso für kleinere Firmen interessant und bietet Start-Ups die Möglichkeit, sich zu präsentieren. Die virtuelle Welt verspricht zudem mehr Flächenkapazitäten im Raum und eine deutlich größere Reichweite nach außen.

Auf dieser virtuellen Messe haben auch die Sponsoren ihre virtuellen Präsenzen. Nebenbei gefragt: Suchen Sie noch Sponsoren?

Säck-da Silva: Derzeit werden viele Gespräche geführt. Das Zukunftsforum stößt auf großes Interesse. Natürlich suchen wir auch weiterhin Interessenten. Wie gesagt: Wir haben mehr Möglichkeiten und rechnen mit einer größeren Strahlkraft des diesjährigen Zukunftsforums. Herr McGovern hat schon darauf hingewiesen, dass bereits einige vergleichbare Online-Konferenzen gelaufen sind, die das bewiesen haben. Potenzielle Aussteller rund um Energie und Klima, die das Potenzial und die Chance des virtuellen Zukunftsforums nutzen möchten, sollten sich angesprochen fühlen und Kontakt mit uns aufnehmen.

 

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